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Vertrauen auf's Selbst gegen ...

mangelndes Selbstwertgefühl

Mangelndes Selbstwertgefühl ist in allen Altersgruppen und sozialen Schichten zu finden. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene, die sich in einer wichtigen Phase ihrer persönlichen Entwicklung befinden, können besonders betroffen sein. Auch Menschen, die in ihrem Leben negative Erfahrungen gemacht haben, zum Beispiel Mobbing oder Vernachlässigung, können leicht ein geringes Selbstwertgefühl entwickeln. In leistungsorientierten Berufen ist das Risiko zudem erhöht, da Erfolg oft als Maßstab für den eigenen Wert angesehen wird.

Gibt es unterschiedliche Varianten?

Mangelndes Selbstwertgefühl äußert sich nicht bei allen Menschen gleich. Es gibt verschiedene Varianten, die sich je nach Persönlichkeit und Lebenssituation unterschiedlich äußern:

  • Der Perfektionist: Überkompensiert Unsicherheiten durch den Versuch, in allem perfekt zu sein.

  • Der Anpasser: Passt sich übermäßig an die Erwartungen anderer an, um Konflikte oder Ablehnung zu vermeiden.

  • Der Vergleichende: Fühlt sich anderen immer unterlegen und misst den eigenen Wert an äußeren Standards.

  • Der soziale Rückzieher: Meidet soziale Kontakte aus Angst vor Kritik oder Ablehnung.

  • Der Überverantwortliche: Versucht, den eigenen Wert durch übertriebene Verantwortung zu steigern.

Was ist der typische Verlauf bei mangelndem Selbstwertgefühl?

Mangelndes Selbstwertgefühl entwickelt sich oft über Jahre und kann bereits in der Kindheit beginnen. So kann es auch im Erwachsenenalter durch negative Erfahrungen oder mangelnde Wertschätzung zu einer Verfestigung kommen. Ohne Intervention führt es zu sozialem Rückzug, Angststörungen oder Depressionen. Die Unsicherheit hindert die Betroffenen oft daran, sich neuen Herausforderungen zu stellen, was den „inneren Kritiker“ weiter stärkt.

Wie kann da eine Psychotherapie helfen?

Es gibt verschiedene Ansätze in der Psychotherapie, die dabei helfen, das Selbstwertgefühl zu stärken. In der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) wird gezielt daran gearbeitet, negative Denkmuster zu erkennen und zu verändern. Die Betroffenen lernen, ihre Selbstzweifel liebevoll zu hinterfragen und ihre Stärken neu zu entdecken. Achtsamkeitsbasierte Ansätze sind eine weitere gute Möglichkeit, mehr Selbstmitgefühl zu entwickeln und sich auf die Gegenwart zu konzentrieren, statt sich in Selbstkritik zu verlieren. Sind die Selbstwertprobleme sehr tief verwurzelt, kann auch eine psychodynamische Therapie hilfreich sein, um die zugrunde liegenden Ursachen wie frühe negative Erfahrungen zu bearbeiten.

Fazit:

Mangelndes Selbstwertgefühl ist ein Problem, mit dem viele Menschen zu kämpfen haben – und es kann sich auf viele Lebensbereiche auswirken. Doch keine Sorge, denn es gibt Hilfe! Mit gezielter therapeutischer Unterstützung ist es möglich, den eigenen Selbstwert zu erkennen, zu stärken und ein gesünderes, zufriedeneres Leben zu führen. Denn ein stabiler Selbstwert ist die Basis für ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben.

der Erwachsenen mit Depressionen leiden unter einem signifikant verminderten Selbstwertgefühl

Quelle: Deutsche Depressionshilfe

Wie verbreitet ist das, wer ist gefährdet?
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"Selbstbewusste Menschen haben kein Problem mit Selbstwert!"
Falsch: Viele Betroffene wirken nach außen hin erfolgreich

und selbstbewusst und, verbergen ihre starke Unsicherheit
aber hinter Perfektionismus oder übermäßiger Selbstkritik.

60%

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Welche Signale deuten auf mangelndes Selbstwertgefühl?

Mangelndes Selbstwertgefühl zeigt sich auf verschiedene Arten. Viele Betroffene sind sich ihrer Unsicherheiten nicht bewusst. Erst wenn wir in unserem Leben vor besondere Herausforderungen gestellt werden, können wir unser geringes Selbstwertgefühl erkennen. Es gibt jedoch Anzeichen, die auf ein geringes Selbstwertgefühl hinweisen können:

  • Ständige Selbstzweifel: Zweifel an den eigenen Fähigkeiten, auch bei Erfolgen.

  • Perfektionismus: Das Gefühl, immer perfekt sein zu müssen, um Anerkennung zu verdienen.

  • Übermäßige Selbstkritik: Zu strenge Beurteilung der eigenen Leistungen und des eigenen Verhaltens.

  • Schwierigkeiten, Komplimente anzunehmen: Ablehnung oder Unsicherheit im Umgang mit Lob.

  • Soziale Unsicherheit: Angst vor Ablehnung oder Kritik in zwischenmenschlichen Beziehungen.

  • Vermeidung von Herausforderungen: Angst vor Versagen führt zu passivem Verhalten.

  • Vergleich mit anderen: Betroffene vergleichen sich ständig und fühlen sich minderwertig.

Ein geringes Selbstwertgefühl kann das tägliche Leben stark beeinflussen und zu Unsicherheit, Selbstzweifeln und innerem Druck führen. Dabei fühlen sich Betroffene oft unzulänglich.
Aber keine Sorge: Ein geringes Selbstwertgefühl ist gut behandelbar und kann in der Psychotherapie bearbeitet werden.

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