
Sichere Hilfe bei einer ...
Angststörung
Es ist wirklich keine Seltenheit, dass Menschen im Laufe ihres Lebens Angststörungen entwickeln. Schätzungen zufolge sind etwa 15 bis 20 % der Bevölkerung davon betroffen. Dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Diese Störungen beginnen oft schon in der Jugend und können sich im Erwachsenenalter verstärken, wenn sie unbehandelt bleiben. Da Angststörungen häufig mit anderen psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Suchterkrankungen einhergehen, werden sie oft nicht erkannt oder falsch diagnostiziert.
Was sind die Auslöser für Angststörungen?
Angststörungen entstehen durch eine Kombination von biologischen, psychischen und sozialen Faktoren. Bestimmte Auslöser können das Risiko für eine solche Störung erhöhen:
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Dauerhafter Stress: Lang anhaltender Stress im Beruf oder im Privatleben kann Angststörungen begünstigen.
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Traumatische Erlebnisse: Unverarbeitete traumatische Erfahrungen wie Unfälle oder Verluste.
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Genetische Veranlagung: Familiäre Häufungen von Angststörungen weisen auf eine genetische Komponente hin.
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Hormonelle Schwankungen: Veränderungen im Hormonhaushalt, wie in der Pubertät oder in den Wechseljahren.
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Suchtmittelmissbrauch: Auch der Missbrauch von Alkohol oder Drogen kann die Entstehung von Angststörungen begünstigen.
Was ist der typische Verlauf bei einer Angststörung?
Angststörungen beginnen häufig schleichend. Anfangs treten die Symptome nur gelegentlich auf, aber mit der Zeit können sie leider schlimmer werden. Die Betroffenen beginnen, angstauslösende Situationen zu vermeiden, was die Angst in der Folge noch mehr verstärkt. Unbehandelt kann die Störung chronisch werden und das Leben der Betroffenen zunehmend einschränken. In schweren Fällen führen Angststörungen dazu, dass die Betroffenen sich sozial isolieren oder zusätzlich unter Depressionen leiden.
Wie kann da eine Psychotherapie helfen?
Die gute Nachricht ist, dass Angststörungen sehr gut behandelbar sind. In den meisten Fällen wird dabei auf die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) zurückgegriffen. In der KVT lernen Betroffene, negative Denkmuster zu erkennen und zu verändern, was ihnen dabei hilft, wieder mehr Lebensfreude zu empfinden. Ein ganz wichtiger Bestandteil der Therapie ist die Expositionstherapie. Dabei lernen Betroffene Schritt für Schritt, sich ihren Ängsten zu stellen. Auch Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelentspannung und Achtsamkeitstechniken können dabei helfen, Ängste zu reduzieren. In besonders schweren Fällen kann die Therapie durch Medikamente ergänzt werden, die den Heilungsprozess unterstützen.
Fazit:
Angststörungen sind weit verbreitet und ernst zu nehmende Erkrankungen, die das Leben erheblich einschränken können. Die gute Nachricht ist, dass diese Erkrankung mit professioneller Therapie gut behandelbar ist. Mit der richtigen Unterstützung können Betroffene lernen, ihre Ängste zu verstehen, mit ihnen umzugehen und ein angstfreies Leben zu führen.
Millionen Menschen in Deutschland leiden an behandlungsbedürftigen Angststörungen.
Quelle: Robert Koch-Institut
Wie verbreitet ist das, wer ist gefährdet?

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Und welches sind die Varianten?
Es gibt verschiedene Formen von Angststörungen, die sich in ihren Symptomen und Auslösern unterscheiden. Die wichtigsten Formen sind:
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Generalisierte Angststörung (GAD): Ständige, übermäßige Sorgen um alltägliche Dinge, oft ohne konkreten Anlass.
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Panikstörung: Wiederholte, plötzlich auftretende Panikattacken, begleitet von starken körperlichen Symptomen wie Herzrasen und Atemnot.
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Soziale Phobie: Angst vor sozialen Situationen oder der Bewertung durch andere, wie bei Vorträgen oder im Umgang mit Fremden.
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Agoraphobie: Angst vor öffentlichen Plätzen, großen Menschenmengen oder der Angst, in einer Notsituation keine Hilfe zu bekommen.
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Spezifische Phobien: starke Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen, zum Beispiel vor Höhen, Spinnen oder Fliegen.
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„Darunter leiden nur schwache und unsichere Menschen.“ Falsch: Angststörungen können jeden treffen, unabhängig
von Stärke, Persönlichkeit oder Lebenssituation.


Welche Signale deuten auf eine Angststörung?
Angststörungen machen sich durch körperliche und emotionale Symptome bemerkbar. Oft werden diese Anzeichen missverstanden oder als normale Stressreaktionen interpretiert. Typische Symptome sind:
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Herzrasen: Beschleunigter Herzschlag, oft begleitet von einem Engegefühl in der Brust.
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Schweißausbrüche: Starkes, oft plötzliches Schwitzen, auch ohne körperliche Anstrengung.
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Zittern: Unkontrolliertes Zittern, oft der Hände oder des gesamten Körpers.
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Atemnot: Ein Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen oder gar zu ersticken.
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Schwindel: Ein Gefühl der Unsicherheit, Benommenheit oder das Gefühl, gleich ohnmächtig zu werden.
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Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Magenkrämpfe oder Durchfall können ebenfalls durch Ängste ausgelöst werden.
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Panikattacken: Plötzliche, intensive Angstzustände, oft ohne erkennbaren Grund oder von Todesangst begleitet.
Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Sie äußern sich in übermäßigen, oft unbegründeten Ängsten, die das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen können. Betroffene leiden häufig unter intensiven körperlichen und psychischen Symptomen, die ohne Behandlung chronisch werden können. Glücklicherweise bieten professionelle Therapien wirksame Hilfe bei der Angstbewältigung.

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