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Behutsame
Schritte gegen ...

Probleme nach Mißbrauch

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Diese Symptome können nicht nur unmittelbar nach dem Missbrauch, sondern auch Jahre später auftreten und sind oft versteckt und schwer zu erkennen

  • Flashbacks: Intensive, unwillkürliche Erinnerungen an den Missbrauch, die die  Betroffenen plötzlich überfallen.

  • Albträums: Wiederkehrende Träume, die mit dem Trauma in Verbindung stehen und den Schlaf stören.

  • Emotionale Abstumpfung: Das Gefühl, keine echten Emotionen mehr empfinden zu können, oft als intuitiver Schutzmechanismus.

  • Hypervigilanz: Übermäßige Wachsamkeit und das ständige Gefühl, in Gefahr zu sein.

  • Schuldgefühle: Die intensive Überzeugung, selbst für den geschehenen Missbrauch verantwortlich zu sein.

  • Schwierigkeiten in Beziehungen: Probleme, Vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen oder sich emotional zu öffnen.

  • Selbstverletzung: Der Versuch, den emotionalen Schmerz durch körperliche Verletzungen zu lindern.

Wie verbreitet ist das, wer ist gefährdet?

Missbrauch kommt in allen Altersgruppen und sozialen Schichten vor, wobei bestimmte Personengruppen besonders gefährdet sind: Frauen, Kinder und Menschen in Abhängigkeitsverhältnissen (z. B. Pflegeverhältnisse, hierarchische Arbeitsumgebungen) sind häufiger von Missbrauch betroffen. Statistisch gesehen wird jede dritte Frau und jeder sechste Mann im Laufe seines Lebens mindestens einmal missbraucht. Insbesondere Kinder, die in unsicheren Familienverhältnissen oder in prekären sozialen Verhältnissen aufwachsen, sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Menschen aus sozial benachteiligten Verhältnissen haben zudem oft weniger Zugang zu Unterstützung und bleiben länger in missbräuchlichen Beziehungen.

Gibt es unterschiedliche Varianten?

Diese genannten Missbrauchsarten können ganz unterschiedliche Trauma-Folgen haben, oft sind mehrere dieser Formen miteinander verbunden.

  • Körperliche Misshandlung: Jede Form von Gewalt, die physische Verletzungen oder Schmerzen verursacht.

  • Sexueller Missbrauch: Unerwünschte sexuelle Handlungen, die gegen den Willen der betroffenen Person ausgeübt werden.

  • Emotionaler Missbrauch: Psychische Gewalt durch Manipulation, Demütigung oder sogar Drohungen, die das Selbstwertgefühl der betroffenen Person schwächt.

  • Vernachlässigung: Dauernde Missachtung der Grundbedürfnisse eines Menschen, insbesondere die von Kindern.

  • Finanzieller Missbrauch: Ausnutzung oder Kontrolle der finanziellen Ressourcen einer Person, häufig in Partnerschaften oder pflegerischen Beziehungen.

Was ist der typische Verlauf bei Problemen nach einem Mißbrauch?

Die psychischen Folgen eines Missbrauchs entwickeln sich oft ganz langsam und schleichend. Viele Betroffene verdrängen das Erlebte, was zu einer Verschlimmerung der Symptome führen kann. Häufig treten dann posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), Angststörungen und depressive Phasen auf. Ohne therapeutische Hilfe geraten Betroffene oft in Isolation oder verlieren sich in destruktiven Verhaltensweisen.

Wie kann da eine Psychotherapie helfen?

In der Therapie nach einem Missbrauch geht es vor allem darum, das Erlebte zu verarbeiten und emotionale Stabilität zurückzugewinnen. Insbesondere die Traumatherapie hilft Betroffenen, das Erlebte sicher zu verarbeiten. Methoden wie Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) und kognitive Verhaltenstherapie (KVT) haben sich bei der Behandlung von Traumafolgen bewährt. In der Therapie wird auch viel Wert auf Stabilisierungsübungen gelegt, um den Betroffenen zu helfen, wieder mehr Kontrolle über ihre Gefühle zu erlangen. Zudem können Achtsamkeitstechniken dabei helfen, die Wahrnehmung zu schärfen und im Hier und Jetzt präsent zu bleiben, anstatt in traumatischen Erinnerungen gefangen zu sein.

Fazit:

Missbrauch hinterlässt tiefe Wunden, die das Leben der Betroffenen erheblich beeinträchtigen können. Mit der richtigen therapeutischen Hilfe ist es jedoch möglich, das Erlebte zu verarbeiten, das eigene Selbstwertgefühl zu stärken und wieder ein erfülltes Leben zu führen.

der Frauen weltweit erleben im Laufe ihres Lebens irgendeine Form von körperlicher oder sexueller Gewalt.

Quelle: WHO

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Nach einem Missbrauch können ganz unterschiedliche Symptome auftreten, die manchmal auch ganz versteckt sind. Viele Betroffene erkennen auch nicht, dass ihre Beschwerden auf das Trauma zurückzuführen sind. Die folgenden Symptome und Warnzeichen können darauf hindeuten, dass man möglicherweise unverarbeitete Missbrauchserfahrungen hat:

Es gibt verschiedene Formen von Missbrauch, die unterschiedlich schwerwiegend sein können. Oft kommen mehrere Formen von Missbrauch zusammen und verstärken die ohnehin schon schwierige Situation.

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33%

Probleme nach Missbrauch werden häufig unterschätzt oder
gar nicht erst erkannt. Oft werden Symptome, wie Ängste
oder Depressionen, als eigenständige Erkrankungen behandelt, ohne den zugrundeliegenden Missbrauch zu berücksichtigen.

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Welche Signale deuten auf Probleme nach einem Mißbrauch?

Missbrauch hinterlässt oft tiefe seelische Narben, die oft jahrelang nachwirken. Die Betroffenen leiden unter den psychischen Folgen, die ihr Selbstbild und ihre Beziehungen beeinträchtigen. Solche traumatischen Erlebnisse führen zu Problemen wie Angst, Depression oder Hilflosigkeit. Eine therapeutische Aufarbeitung ist hier unerlässlich.

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