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Hilfe vom Profi bei einer ...

Essstörung

Welche Signale deuten auf eine
Essstörung hin?
  • Übermäßige Beschäftigung mit Gewicht und Figur: Betroffene denken ständig über ihr Gewicht und ihr Aussehen nach.

  • Unregelmäßiges Essverhalten: Plötzliche Diäten, Essanfälle oder Nahrungsverweigerung können Hinweise sein, die man unbedingt ernst nehmen sollte.

  • Verstecktes Essen: Viele Betroffene vermeiden es, in Gesellschaft zu essen.

  • Zwanghafte körperliche Aktivität: Manchmal treiben Betroffene übermäßig viel Sport, um Gewicht zu verlieren.

  • Rasche Gewichtsschwankungen: Auch unerklärliche Gewichtszunahmen oder -abnahmen sind oft ein Alarmsignal.

  • Körperliche Beschwerden: Viele Betroffene leiden zudem häufig unter Müdigkeit, Schwindel und Verdauungsproblemen.

  • Emotionale Probleme: Depressionen, Angst und Reizbarkeit können Begleiterscheinungen von Essstörungen sein.

Wie verbreitet ist das, wer ist gefährdet?

Essstörungen können jeden treffen, egal welchen Geschlechts oder Alters. Besonders häufig sind sie jedoch bei jungen Frauen. Die Verbreitung nimmt leider zu, weil wir alle unter einem gewissen gesellschaftlichen Druck stehen, bestimmte Schönheitsideale zu erfüllen, die in den Medien oder sozialen Netzwerken propagiert werden. Auch Männer sind zunehmend von diesen Problemen betroffen, besonders von Essanfällen und übermäßigem Sport.

Welche Auslöser führen oft zu Esstörungen?

Die Ursachen für Essstörungen sind vielfältig und liegen oft in einem komplexen Geflecht von Faktoren begründet. Oft liegt eine Kombination aus genetischen, psychischen und sozialen Faktoren vor, die wir alle ein bisschen unterschiedlich verarbeiten. Im Folgenden die häufigsten Auslöser:

  • Perfektionismus: Betroffene haben oft unrealistisch hohe Ansprüche an sich selbst.

  • Sozialer Druck: Auch Gesellschaftliche Normen und Schönheitsideale beeinflussen das Selbstbild.

  • Traumata: Erlebnisse wie Missbrauch oder Mobbing, können dazu führen, dass man eine Essstörung entwickelt.

  • Familiäre Konflikte: Familiäre Spannungen oder genetische Veranlagung können zudem das Risiko erhöhen.

  • Psychische Belastungen: Depressionen, Ängste und Stress sind häufig begleitende Faktoren.

  • Kontrollverlust: Das gestörte Essverhalten kann auch ein Versuch sein, Kontrolle über das Leben zurückzugewinnen.

Was ist der typische Verlauf bei Essstörungen?

Essstörungen entwickeln sich oft schleichend, beginnend mit Diäten oder dem Wunsch, das eigene Leben zu kontrollieren. Mit der Zeit werden das Essverhalten und die Gedanken um das Gewicht immer dominanter. Unbehandelt können Essstörungen chronisch werden und zu langfristigen körperlichen und seelischen Schäden führen. Frühzeitige therapeutische Hilfe erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung und Heilung.

Wie kann da eine Psychotherapie helfen?

Die Behandlung von Essstörungen erfordert einen ganzheitlichen Ansatz. In der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) lernen Betroffene, ihre Denkmuster zu hinterfragen und gesunde Einstellungen zu Essen und Körperbild zu entwickeln. Achtsamkeitstherapien helfen, die eigene Körperwahrnehmung zu stärken und emotionale Auslöser zu erkennen. In manchen Fällen kann auch eine psychodynamische Therapie hilfreich sein, um tiefer liegende Konflikte zu bearbeiten. Eine begleitende Ernährungsberatung hilft bei der Wiederherstellung eines gesunden Essverhaltens.

Fazit:

Essstörungen sind komplexe psychische Erkrankungen, die schwere Folgen haben können. Eine rechtzeitige und umfassende psychotherapeutische Behandlung ist unerlässlich, um den Betroffenen zu helfen, wieder ein gesundes Verhältnis zu sich selbst und zum Essen zu finden. Die richtige Unterstützung kann langfristig zu einem stabilen und erfüllten Leben führen.

der Kinder und Jugendlichen im Alter von 11 bis 17 Jahren zeigen Hinweise auf ein gestörtes Essverhalten. Mädchen sind dabei fast doppelt so häufig betroffen wie Jungen.

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Gibt es unterschiedliche Varianten?

Es gibt verschiedene Formen von Essstörungen, die sich in ihrem Erscheinungsbild unterscheiden. Die häufigsten sind:

  • Magersucht (Anorexia nervosa): eine Variante, bei der Betroffene aus Angst vor einer Gewichtszunahme nur wenig bis gar keine Nahrung zu sich nehmen.

  • Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa): Heißhunger-Anfälle, gefolgt von Erbrechen oder anderen Maßnahmen zur Gewichtskontrolle.

  • Binge-Eating-Störung: Wiederholte Essanfälle ohne anschließende Gegenmaßnahmen wie Erbrechen.

  • Zwanghaftes Essen (Orthorexia nervosa): Ausschließlich „gesundes“ Essen führt auf Dauer zu Mangelerscheinungen.

  • Pica-Syndrom: Das Essen von nicht essbaren Substanzen wie Erde, oft in Kombination mit anderen Störungen.

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"Leute mit Essstörungen haben nur ein Ernährungsproblem." Falsch: Die tieferen Ursachen liegen oft in emotionalen
und psychischen Konflikten, die therapiert werden müssen -
eine Ernährungsumstellung hilft da meistens nicht.

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Essstörungen sind ernsthafte psychische Erkrankungen,
die durch ein gestörtes Verhältnis zu Essen, Gewicht und Körperbild gekennzeichnet sind. Diese Erkrankungen können schwerwiegende Folgen für Körper und Seele haben.
Eine frühzeitige Behandlung ist entscheidend, um den Weg zu einem gesunden Essverhalten zurückzufinden und die Kontrolle über das eigene Leben wiederzuerlangen.

Die Anzeichen einer Essstörung können sich auf viele verschiedene Arten zeigen. Oft beginnt eine es ganz langsam und unauffällig und wird von den Betroffenen selbst oft lange verheimlicht. Folgende Symptome sind typisch:

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